Gemeinsam lesen, gemeinsam helfen – unter diesem Motto lesen Kinder für tibetische Flüchtlingskinder. "Lesen bringt Licht – Lesen bringt Freude" sangen die Grundschüler des Förderzentrums zu Beginn der Auftaktveranstaltung am Sonderpädagogischen Förderzentrum Sulzbach-Rosenberg.

Dass Lesen nicht nur Spaß macht, sondern auch eine große Hilfe sein kann, bewiesen zahlreiche Kinder und Eltern der Jahnschule, der Pestalozzischule und des Förderzentrums bereits durch den Kauf des Leseheftes "Jeden Tag scheint die Sonne". So konnten die Schulleiter den tibetischen Gästen schon einen ersten Scheck über 1200 Euro übergeben.

Dank der Initiatorin und Autorin Christel Kasper soll durch das Hilfsprojekt "Lesen bringt Licht" der Bau eines Schul- und Begegnungshauses in Rewalsar, Indien finanziert werden.

Bei der Veranstaltung am vergangenen Mittwoch informierten Frau Simone Gradl vom Rosenberger Projekt "Licht für Tibet" und die tibetischen Mönche Lama Tendar und Lama Singi die Schüler über die schwierige Lebenssituation tibetischer Flüchtlingskinder.
Eine Bildpräsentation und die sehr persönlichen Erfahrungsberichte der Mönche ermöglichten dabei allen Schülern und Gästen einen direkten Einblick in die Problematik des Lebens im indischen Exil.

Im Anschluss las die Autorin Christel Kasper den interessiert lauschenden Zuhörern einen spannenden Ausschnitt aus ihrem Leseheft vor. Am Förderzentrum und einigen weiteren Schulen steht das Buch auch als Klassenlektüre zur Verfügung. So beteiligen sich bisher neben den genannten städtischen Schulen unter anderem auch die Schulen Hahnbach, Königstein, Edelsfeld und Poppenricht an dem Projekt.
Mit einer schulübergreifenden Lesekooperation verwirklichen in den nächsten Wochen Schüler des Förderzentrums und der Krötensee-Schule die Idee, dass ältere Schüler den Leseanfängern aus dem Buch vorlesen. Auch Vorschulkinder sollen in das Vorhaben einbezogen werden.
So soll durch das Hilfsprojekt "Lesen bringt Licht" Freude in die Herzen von Kindern und nach Tibet gebracht werden. Bleibt zu hoffen, dass sich noch zahlreiche Schulen an der guten Sache beteiligen.