Eingepackt in eine dicke Winterjacke mit einer Wollmütze auf dem Kopf streckt Peter seine Martinslaterne in die kalte Nachtluft. Wie eine Gans schaut Peters Laterne aus, weiße Federn hat er an die Papierflügelchen geklebt.

Alle Kinder der sprach-heilpädagogischen Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) hatten ihre selbst gebastelten Laternen mitgebracht, als sie sich mit Eltern, Geschwistern und Pädagogen am vergangenen Donnerstag zum Martinsfest trafen. Singend zogen sie im Gedenken an den Heiligen Martin durch Krötensee.

Nach dem Umzug führten einige Kinder unter Anleitung von Annette Baumann-Schön einen Laternentanz auf.

Die Gruppe von Heilpädagogen Georg Balleisen erzählte in einem kurzen Martinsspiel die Geschichte des Heiligen. Kinder und Erwachsene konnten sich abschließend an einer Tasse Kinderglühwein aufwärmen und mit Lebkuchen stärken.

Auf dem Heimweg hatte Peter dann zwei Gänse dabei. Die eine aus Pappe, in der noch immer die Kerze brannte, die andere aus Hefeteig, die er wie alle Kinder zur Erinnerung an Sankt Martin geschenkt bekommen hatte.
