Die GS 4 am Förderzentrum Sulzbach-Rosenberg hat im Unterricht einige Fragen erarbeitet und diese anschließend in einem Interview ihrem neuen Schulleiter Gerhard Tschaffon gestellt.
Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch zwischen Schülern und Schulleiter, das im folgenden leicht gekürzt wiedergegeben wird.

GS4: Herr Tschaffon, wann und wo wurden Sie geboren?
Tschaffon: Ich wurde Herbst 1945 in München geboren. Das liegt lange zurück. Damals war gerade der 2. Weltkrieg zu Ende.
GS4: Auf welche Schule sind Sie gegangen?
Tschaffon: Ich bin zunächst, wie ihr, in die Grundschule gegangen. Fragt mich aber nicht in welches Gebäude. Nach dem Krieg waren viele Gebäude zerstört. Es war so eine richtige Barackenschule. Anschließend bin ich in der Nähe von München ins Gymnasium gegangen. Dort habe ich dann auch mein Abitur gemacht.
GS4: Waren Sie ein guter Schüler?
Tschaffon: Nicht immer. Ich habe zwar alle Klassen geschafft. Ab und zu haben mich aber meine Eltern ermahnen müssen, genauer zu lernen.
GS4: Ihr Lieblingsschulfach als Schüler war...?
Tschaffon: Eigentlich hatte ich zwei Lieblingsfächer. Das erste Lieblingsfach war Musik. Leider war an meinem Gymnasium Musik eher ein Nebenfach. Chemie hatte ich auch sehr gerne.
GS4: Was wollten Sie als Kind werden?
Tschaffon: Wir haben bereits als Kinder immer Schule gespielt. Schon damals war ich immer der Lehrer. Ich wollte also schon immer Lehrer werden.
GS4: Wie lange sind Sie schon Lehrer bzw. Rektor?
Tschaffon: Rektor bin ich erst seit fünf Wochen. Zuvor war ich stellvertretender Rektor an der Willmannschule in Amberg. D.h. wenn der Rektor krank oder weg war, habe ich die Schule geleitet. Lehrer bin ich bereits seit 1970.
GS4: An welchen Schulen haben Sie bisher gearbeitet?
Tschaffon: Ich war bisher immer an einer Förderschule. Zunächst war ich in der Schule in Kümmersbruck, dann an der Willmannschule in Amberg.
GS4: Was hat Ihnen an Ihrer alten Schule am besten gefallen?
Tschaffon: Ich bin immer gerne in die Schule gegangen und habe mich mit Kollegen und Kindern gut verstanden. Sicherlich gab es dort auch Probleme. Gefallen hat mir, dass sich die Probleme auch immer wieder aufgelöst haben.

GS4: Was gefällt Ihnen an ihrer neuen Schule am besten?
Tschaffon: Mir gefällt besonders das schöne Schulhaus. Ein solches Schulhaus gibt es selten. Hier ist es nicht so eng. Alles ist übersichtlich und gut gegliedert.
Man hört zwar immer wieder, dass hier einiges los ist an der Schule. Aber wenn man in die Klassen kommt, ist es immer ganz ruhig.
Natürlich freue ich mich auch über die netten Lehrer. Nette Mitarbeiterinnen im Büro habe ich auch bekommen. Die schönen Fachräume der Schule, wie z.B. der neue Physikraum, der Computerraum und die Werkräume gefallen mir ebenfalls sehr gut.
GS4: Welche Ziele haben Sie an der neuen Schule?
Tschaffon: Erstens möchte ich erreichen, dass alle Schüler gerne in die Schule gehen. In der Schule sollen die Schüler vor allem lernen wie man lernt. Natürlich denke ich als Schulleiter auch an meine Lehrer. Auch die Lehrer sollen gerne in die Schule gehen. Ihre Arbeit soll ihnen Freude machen. Kurz: Schüler und Lehrer sollen sich gut verstehen und freundlich miteinander umgehen.
GS4: Welche Person aus der Geschichte hätten Sie gerne einmal getroffen?
Tschaffon: Ich hätte gerne Ludwig van Beethoven getroffen.
GS4: Ihre Lieblingssendung im Fernsehen ist ...?
Nachrichten! Gelegentlich schau ich auch "Wer wird Millionär". Die Möglichkeit mitzuraten, gefällt mir. Ab und zu schau ich auch einen Krimi, aber da schlafe ich meistens ein.
GS4: Welches Buch liegt auf ihrem Nachttisch?
Tschaffon: Da liegen verschiedene Bücher. Am nächsten Tag räumt sie meine Frau immer weg. Gerne lese ich Sachbücher. Romane eher selten. Als Kind habe ich gerne Karl May gelesen. Den habe ich so gerne gelesen, dass manchmal sogar die Schule darunter gelitten hat.
GS4: Was essen Sie gerne?
Tschaffon: Ich esse gerne Spanferkel mit Knödel und auch mal eine gute Pizza.
GS4: Welche Musik hören Sie gerne?
Tschaffon: Ich mag gerne klassische Musik von Beethoven, Mozart und Bach. Besonders gerne höre ich mir ein Streichquartett an.
GS4: Wie entspannen Sie sich nach einem stressigen Schulleitertag am liebsten?
Tschaffon: Ich fahre nach Hause und spiele etwas Klavier oder auch Orgel in der Kirche.
GS4: Sie hätten gerne mehr Zeit für ...?
Tschaffon: Ich hätte gerne mehr Zeit zum Musizieren, zum Lesen, zum Sport machen....

GS4: Wovor haben Sie Angst?
Tschaffon: Als Lehrer habe ich Angst davor, dass ich ein mir anvertrautes Kind unbeabsichtigt ungerecht behandle, oder dass ein Kind an der Schule körperlichen Schaden nimmt.
GS4: Mit welchem Prominenten würden Sie gerne tauschen und warum?
Tschaffon: Jetzt werdet ihr enttäuscht sein. Mit niemandem. Ich bin der Tschaffon und möchte auch der sein der ich bin.
GS4: Haben Sie Hobbys?
Tschaffon: An erster Stelle steht Musik machen und in Konzerte gehen. Außerdem wandere und lese ich gerne.
GS4: Für welche Reparaturarbeiten im Haushalt brauchen Sie keinen Handwerker?
Tschaffon: Ich schäme mich. Ich brauche für fast jede Reparatur einen Handwerker.
GS4: Was können Sie gar nicht gut?
Tschaffon: Kochen und Bügeln kann ich überhaupt nicht gut. Ich habe eine Frau, die mich da sehr verwöhnt.
GS4: Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Tschaffon: Erstens wünsche ich mir als Lehrer, dass die Kinder sich für den Unterricht interessieren und gerne lernen.
Zweitens wünsche ich mir Frieden, in der Schule, in der Gruppe, in der Familie und zwischen den Völkern.
Drittens wünsche ich mir, dass ich viel besser Klavier oder Geige spielen könnte, als ich es jetzt kann. Mir tut es immer Leid, dass ich damals als Junge oft zu bequem zum Üben war.
GS4: Danke für das Interview. Herr Tschaffon
Tschaffon: Ich bedanke mich auch.
