In den letzten drei Wochen stand des Öfteren ein Rettungswagen des Roten Kreuzes vor dem Sonderpädagogischen Förderzentrum in Sulzbach-Rosenberg.
Der Anlass war allerdings keine Notsituation, sondern die Ausbildung von Jugendlichen zu Ersthelfern. Die Klasse 9b hat zusammen mit ihrem Klassenleiter und Sonderschullehrer Uli Radl beschlossen, sich für den Ernstfall von einem Mitglied des Rettungsdienstes ausbilden zu lassen. Freiwillig erklärte sich Notfallseelsorger und Diakon Peter Bublitz bereit, die Ausbildung der 14 bis 16jährigen Schüler zu übernehmen.
Dabei lernten die Jugendlichen nicht nur das richtige Verhalten in Notsituationen, sondern probierten das neue erworbene Wissen auch gleich aktiv und gegenseitig aus. Es wurden die verschiedensten Verbände angelegt,
die stabile Seitenlage oder das Abnehmen des Helms von Unfallopfern bei Motorradunfällen einstudiert.
Auch eine Puppe, an der man die Herz-Lungen-Wiederbelebung und das Anlegen eines Defibrillators ausprobieren konnte kam zum Einsatz.
Herr Bublitz verstand es, jeden Schüler in die Übungen mit einzubinden und vermittelte ebenso kompetent wie humorvoll die Möglichkeiten und Grenzen der Ersten Hilfe. Mit Neugier durften die Beteiligten auch einen Blick hinter die Kulissen eines Rettungssanitäters werfen – sogar ein einsatzfähiger Rettungswagen wurde für die Schüler zur Besichtigung bereitgestellt.
Letztendlich erhielt jeder Teilnehmer die Bescheinigung als erfolgreich ausgebildeter Ersthelfer, die auch für den Führerschein gültig ist.
Zum Schluss bedankte sich Sonderschullehrer Uli Radl auch im Namen der Schulleitung bei Notfallseelsorger Bublitz für seine geleistete Arbeit im Förderzentrum. Über eines waren sich schließlich alle Beteiligten im Klaren: Erste Hilfe ist einfach! Nur wegschauen ist falsch!