Die erste Schuldiakonin arbeitet seit Schuljahresbeginn im September am Sonderpädagogischen Förderzentrum Sulzbach-Rosenberg. Die Schüler der 4. Klasse luden mit ihrer Lehrerin Barbara Hofmann zu einem Interview ein. Frau Schuldiakonin Deyerl gab dabei ausführlich Auskunft über ihre beruflichen Vorstellungen hinsichtlich Schule und Schüler, aber auch über ihr Privatleben.
Die Diakonin, 32, ist in Schwäbisch-Hall geboren. Jetzt wohnt zusammen mit ihrem Mann, ebenfalls Diakon, und ihren drei Kindern in Sulzbach. In ihrer Freizeit kocht und backt sie gerne, hat kaum Interesse am Fernsehen, außer, wenn es sich um wirklich gute Sendungen handelt und verbringt am liebsten viel Zeit in der Natur. Daher rührt auch ihr Interesse an Umweltfragen sowie Umweltschutz.
Schuldiakonin Deyerl sieht sich als Sozialarbeiterin im Dienst der evang.-luth. Kirche Bayerns. Im schulischen Wirkungskreis ist Frau Deyerls Ansprechpartnerin für Schüler wie Lehrer im Hinblick auf störendes Verhalten, führt einzelne Projekte mit Schülergruppen durch und organisiert das Schulfrühstück. Der sog. "Besinnungsraum" dient als sozialpädagogisch-psychologisch orientiertes Arbeitszimmer mit Angeboten für die Schüler in Form von beruhigender bzw. anregender kindgemäßer Gestaltung. Das können gezielt eingesetzte Spielsachen oder beispielsweise ein Sandkasten sein, der in Verbindung mit Musik zur Meditation einlädt. Diakonin Deyerl möchte mit Kindern und Jugendlichen kreativ arbeiten. Gerade für Kinder mit emotional-sozialen Förderbedarf sind Inseln der Ruhe sowie die Möglichkeit zum Gespräch manchmal sehr hilfreich.
Schuldiakonin Katja Deyerl war nach ihrer Ausbildung in Rummelsberg zunächst in dem dortigen Pädagogisch-Therapeutischen Intensivbereich tätig, bevor sie vor zwei Jahren am hiesigen Förderzentrum die Mittagsbetreuung im Rahmen der Offenen Ganztagesschule zu betreuen begann.
Schüler: Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?
Schuldiakonin Deyerl: Alles, was ich hier mache. Am wichtigsten dabei ist, wie es Euch geht und was Euch bewegt. Das möchte ich aufgreifen.
Schüler: Mögen Sie alle Schüler an der Schule?
Schuldiakonin Deyerl: Auf jeden Fall. Besonders kümmere ich mich um schwierige Kinder. Sie haben nämlich besondere Fähigkeiten, die man nicht gleich sehen kann.
Schüler: Haben Sie ein schönes Leben?
Schuldiakonin Deyerl: Unbedingt. Ich fühle mich gut, bin fast nie schlecht gelaunt, habe zwar viel zu tun, empfinde das aber nicht als Anstrengung, sondern als Freude.
Schüler: Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Schuldiakonin Deyerl: Erstens wünsche ich mir Frieden überall auf der Welt. Zweitens sollen die Menschen nicht so egoistisch sein, sondern auch an andere Menschen denken. Und drittens – wünsche ich mir einen Bauernhof.
Schüler: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
